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Herzzerreißend - Rezension: Bring Down The Stars


Informationen zur Autorin

Emma Scott schreibt am liebsten Liebesgeschichten mit nicht so perfekten Charakteren, über Menschen mit einer Künstlerseele, Menschen, die Bücher lieben und schreiben. Diversität, Toleranz und Offenheit sind ihr ein wichtiges Anliegen. Mit ihren Romanen, die sie als Self-Publisherin herausbrachte, hat sie sich eine treue und begeisterte Fangemeinde erschrieben.

- Informationen zum Buch - 

Autorin: Emma Scott
Übersetzung von Inka Marter 
Verlag: LYX 
Gerne: New Adult 
392 Seiten 
Altersempfehlung: ab 16 Jahren 
ISBN: 978-3-7363-1128-2 
Ersterscheinung: 27.11.2019

- Klappentext - 

College-Studentin Autumn ahnt nicht, dass die wunderschönen Gedichte, die ihr der attraktive Connor schickt, von dessen Freund Weston stammen. Und obwohl Autumn sich stark zu Connor hingezogen fühlt, spürt sie auch zu Wes eine unerklärliche, tiefe Verbindung. Während ihre verwirrenden Gefühle Autumn zunehmend in Seelennot bringen, verstricken die beiden Freunde sich immer weiter in ihrer gut gemeinten Täuschung. Und als Connor nach einem Streit mit seiner Familie eine folgenschwere Entscheidung trifft, steht plötzlich noch viel mehr als nur ihre Freundschaft auf dem Spiel ...

- Meinung -

Bring Down The Stars ist mein erster Roman von Emma Scott und der Klappentext gibt nicht viel vom Inhalt preis. Daher habe ich mir nicht groß was unter der Geschichte vorstellen können und mich mit einem neutralen Gefühl an das Buch gewagt. Doch bereits nach 30 Seiten war mir klar, dass es mich fertigmachen wird. 
Mit jeder Seite brach mein Herz ein kleines bisschen mehr, sodass ich gegen Ende vor lauter Tränen die Worte nur mehr verschwommen aufnehmen konnte. Ich will ehrlich sein, dieses Buch ist eine emotionale Folter. Die Geschichte so unglaublich frustrierend und gleichzeitig so wunderschön, dass mein Herz da nicht mitmachen konnte. 

Weston Turner hat sich bereits nach der ersten Seite in mein Herz schleichen können und sich dort sofort eingenistet.  Er ist zwar als "Amherst-Arschloch" berühmt, aber als Leser merkt man sofort, dass er alles andere als ein Arschloch ist. Er gibt alles für die Leute, die ihm wichtig sind, auch wenn er dafür extreme Schmerzen in Kauf nehmen muss. Auch wenn es dann im Gegenzug für ihn heißt, auf sein Glück zu verzichten. Weston Turner hat mich mit seinen Worten und Taten nicht nur einmal zum Lachen und nicht nur einmal zum Weinen gebracht. Er hat so viele Gefühle in mir geweckt, dass mir noch Stunden nach dem Lesen der Kopf schwirrt und ich nicht weiß wohin mit mir. 
Ganz anders geht es mir mit Autumn und Connor. Letzterer weckt ziemlich widersprüchliche Gefühle in mir. Er ist ein guter Freund. Trotz seines Wohlstands und gutem Aussehen bleibt er bodenständig und stets freundlich zu seinen Mitmenschen. Er sorgt sich um die Leute, die ihm wichtig sind und nichts kann seine positive Einstellung erschüttern. Dennoch regen sich vielerlei Gefühle in mir, wenn ich an ihn denke. Zum Einen macht es mich wütend, wie sehr er Autumn und Wes mit seinem Handeln zusetzt. Andererseits finde ich es auch enorm traurig, dass er es notwendig findet, vorgeben zu müssen, jemand zu sein, der er nicht ist.
Autumn Conwell ist eine sehr liebenswerter Persönlichkeit. Ihr Drang, die Welt zu einem besseren Ort machen zu wollen, den Menschen zu helfen und immer für jeden da zu sein, hat sie mir sehr sympathisch gemacht. Doch die junge Studentin hat auch eine sehr romantische Ader, so extrem ausgeprägt, dass es mir manchmal zu viel wurde. Bei ihrem ständigen Wunsch nach Poesie und romantischen Gesten wurde mir stellenweise etwas unbehaglich und ihre Anforderungen scheinen mir zu hoch. 
Alle drei haben sie ihre Päckchen zu tragen, jene die sie zu dem Menschen geformt haben die sie heute sind. Und auch wenn es ganz unterschiedliche Sachen sind, mit denen jeder Einzelne zu kämpfen hat, ist es doch die Liebe, die sie sich alle verweigern zu empfinden. 

Emma Scott hat einen so wunderbaren Schreibstil und ich habe mich direkt in die Autorin verliebt. Die Worte mit denen sie diese Geschichte verfasst hat, haben mir mehrmals die Tränen entlockt, mich zum lachen gebracht aber auch so viel Frust und Schmerz in mir geweckt, dass mein Herz drohte zu platzen. Die Gedichte, die in dem Buch vorkommen, haben mir den Mund offen stehen lassen und auch wenn es nur ein Buch ist, hat es sich so real angefühlt.  Ich konnte nicht an mich halten und wollte das Buch nicht mehr aus den Händen legen. Es hat mich lange keine Geschichte mehr so dermaßen mitnehmen können und ich kann noch immer nicht aufhören, über alles was passiert ist nachzudenken. 

Bring Down The Stars ist eine absolute Empfehlung wert. Ein unglaubliches Lesehighlight, das einem den Boden unter den Füßen reißen wird und nichts was man so schnell wieder vergisst. 

- Bewertung - 
★★★★★
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