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Büchertalk: Ein paar wertvolle Lektionen aus dem Leben von Penny Porter

Heute dreht es sich um den letzten Band der Girl Online Serie von Zoe Sugg. Auch wenn es schon ein bisschen her ist, dass ich die ersten beiden Bücher gelesen habe, wollte ich die Reihe unbedingt noch beenden und vor ein paar Tagen war es dann endlich so weit, dass ich Girl Online -going Solo durchgeblättert habe.
Also folgen nun ein paar Gedanken zum Buch. Da es sich hier aber nicht um eine klassische Rezension von mir handelt: Achtung vor Spoilern! Die betreffenden Absätze werden aber nochmals genau markiert (---...---), sodass auch alle die das Buch noch nicht gelesen haben, den Beitrag sorglos lesen können!


Bevor wir zu einzelnen Ausschnitten des Buches kommen, will ich ganz allgemein behaupten, dass mir der letzte Band der Girl Online Trilogie recht gut gefallen hat. Das Buch war sehr unterhaltsam und auch wenn es ziemlich kindisch ist, hatte ich meinen Spaß beim Lesen. Und wenn wir mal ganz oberflächlich sind, das Cover hat mir ebenfalls gut gefallen. Ich mochte die Farbspiele die darauf zu finden sind und die Idee das Ganze ein bisschen im Scrapbook-Style zu gestalten, finde ich sehr passend zu Penny und der Handlung, aber auch echt schön.

Die Protagonisten im Buch sind noch relativ jung, also kann man nicht wirklich erwarten, dass man nach dem Beenden die große Weisheit erlangt hat, aber ich gebe zu, ich konnte doch einiges aus der Geschichte mitnehme.
Zum Beispiel führt Penny ja selbst einen Blog und da hat Zoe Sugg ein paar sehr hilfreich Tipps um das Bloggen gegeben, die mir selbst auch irgendwo weitergeholfen haben bzw. habe ich auch gemerkt, dass ich von den genannten Punkten selbst einige bereits zu Herzen nehme.
Aber nicht nur zum Bloggen konnte ich mir Ratschläge aus dem Buch ziehen. Der Altersunterschied zwischen Penny und mir war eigentlich kaum vorhanden, nicht mal ganz zwei Jahre, so konnte ich mich leicht in ihre Lage hineinversetzen und habe mich auch schon oft in ähnlichen Situationen wiedergefunden. Gut, es gibt weder einen Rockstar aus Brooklyn, um dessen verschwinden ich mich sorgen muss, noch zählt eine weltberühmte Sängerin zu meinen engsten Freunden. Ich rede eher von den Alltagssituationen.
Als Zoe über Pennys Date mit Callum geschrieben hat, habe ich wirklich mit ihr mitfühlen können! Ich wusste genau wie es ihr ging, da ich erst vor kurzem in einer ähnlichen Lage war. Genau wie die Protagonistin habe ich mir mein Gegenüber immer wieder versucht gut einzureden, aber irgendwann musste ich mir eingestehen, dass es einfach nicht passte. Die Gedanken, die einem da durch den Kopf gehen, hat die Autorin richtig gut beschrieben und ich habe mich in einer Art Déjà-vu wiedergefunden...


 --- Als Leah Browns Song frühzeitig ins Internet gestellt wurde und man Posey dafür verantwortlich gemacht hat, hat mich das richtig auf die Palme gebracht. Mir war natürlich sofort klar, dass Megan dahinter steckt, das ganze Geld, das sie plötzlich aus dem Fenster wirft - teueres Make-up, eine exklusive Halloween-Party mit allem Drum und Dran ... wie soll sie sich das sonst finanzieren? Aber natürlich hat Penny keine Ahnung und verteidigt Megan auch noch in allen Situationen und redet sich ihre Handlungen immer gut ein, auch wenn sie dadurch selbst verletzt wird. In dieser Hinsicht war mir die Protagonistin ein bisschen zu nett und leichtgläubig...
Das Beste war ja dann als Megan Noah zu ihrer Party eingeladen hat, ohne Rücksicht auf irgendjemandes Gefühle zu nehmen. Aber ich denke so ist sie wohl einfach - kaltherzig. Irgendwie fand ich es auch richtig komisch, dass man da nicht weiter drauf einging als das rauskam. Immerhin hat Megan Noah erzählt Penny wüsste davon. --- 

Doch als Penny ihre Panikattacke hatte war Kira sofort zur Stelle. Auch Penny hat Posey geholfen, sich durch ihre größte Angst zu kämpfte und dass die Hauptcharaktere einander immer unterstützen, liest man ja auch schon in den vorherigen Bändern. Von so viel Liebe zu lesen, hat richtig gut getan und mir auch gezeigt, wie wichtig Freundschaften sein können!

Zoellas Schreibstil gefällt mir eigentlich ganz gut, aber ich habe trotzdem gemerkt, dass sie das Buch nicht unbedingt für meine Altersgruppe geschrieben hat. Der Text war ziemlich kindisch, teilweise auch echt cheesy und manchmal richtig cringy. Also meiner Meinung nach passend zu der Influencerin. Durch Phrasen wie "hug hug", "nutters" oder auch einfach die Art ganze Sätze zu formulieren, haben es recht offensichtlich gemacht, dass es siech hier um ein Buch von der YouTuberin handelt. Es hat richtig zu ihr gepasst, aber mir war es teilweise einfach zu viel...
Das Selbe gilt für Penny als Protagonistin. Zu kindisch, zu aufgedreht, zu naiv... Das Gefühl kam und ging, hat sich aber nie lange festgesetzt, weshalb ich sie doch recht gerne hatte.

Zoe Sugg hat trotz junger Zielgruppe, mir mit ihrem Buch noch etwas lehren können und ich finde es immer unglaublich, nach dem Beenden eines Buches, auch eine wichtige Lektionen in die Realität mitnehmen zu können!

Informationen zum Buch

Autorin: Zoe Sugg
Verlag: cbj
Aus dem Englischen von Henriette Zeltner
Originaltitel: Girl online: Going Solo
Originalverlag: Penguin Puffin Books
416 Seiten
ISBN: 978-3-570-17446-3
Erschienen am 28. November 2016

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