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Rezension: Will & Will von John Green und David Levithan


- Informationen zum Buch -

Autoren: John Green und David Levithan
Übersetzt von Bernadette Ott
Originaltitel: Will Grayson, Will Grayson
Verlag: cbj
Seiten: 384
ISBN: 978-3-570-30885-1
Erscheinungsdatum: 09. September 2013

- Klappentext -

Sie heißen beide Will Grayson, wohnen in Chicago, sind siebzehn und haben dasselbe Problem: Aus Angst, es mit der Liebe zu versemmeln, lassen sie sich auf Romantisches gar nicht erst ein. Der eine zögert seit Wochen, sich selbst einzugestehen, was für andere offensichtlich ist: dass er bis über beide Ohren in seine Mitschülerin Jane verliebt ist. Der andere flüchtet sich in eine Online-Beziehung, anstatt sich vor seinen Freunden zu outen. Doch alles ändert sich, als Will & Will eines Abends ganz zufällig aufeinandertreffen …

- Meinung -

John Green zählte nie zu meinen Lieblingsautoren. Ich hatte schon ein paar seiner Bücher gelesen, aber bisher wollte mir keines so wirklich zusagen. Entweder die Handlung konnte mich nicht überzeugen oder ich wurde mit dem Schreibstil nicht warm. Aber aus irgendeinem Grund hält es mich nicht davon ab, immer Neues von ihm zu probieren. Kann sein, dass ich nachvollziehen möchte, warum so viele seine Geschichten mit völliger Begeistert entgegenstreben. Also kuschelte ich mich mit Will Grayson, Will Grayson in der Hand in mein Bett und begann zu lesen.

Der Klappentext hat mich schon sehr neugierig gemacht und bereits nach kurzem wusste ich, dass ich mit diesem Buch vielleicht endlich zum Richtigen gegriffen habe. Die Handlung wird abwechselnd aus der Sicht von Will Grayson (geschrieben von John Green) und Will Grayson (geschrieben von David Levithan) geschildert.
Der eine wird total in das Leben seines selbstbewussten und aufgedrehten Freundes Tiny Cooper mitgerissen, der an einem Musical arbeitet und nebenbei den Verkuppler und besten Freund spielt. Der andere verbringt die meiste Zeit in seinem Zimmer und hat eigentlich so gar keine Lust am Leben. Unterschiedlicher geht es kaum! Naja, außer das beide eine Menge angestaute Wut und Zweifel mit sich schleppen.
So wie der Zufall es will, treffen Will und Will aufeinender und ab de verändert sich so einiges. Aber nicht nur für die Zwei, sondern auch für die Menschen in ihrer Umgebung.

Mir hat der Stil des Buches enorm gefallen! Besonders der zweite Will Greyson ist mir sehr schnell sympathisch geworden! Er hat zwar mit einigem zu kämpfen und auch wenn Will alles mehr schwarz als weiß sieht, hat er einen enormen Humor! David Levithan hat mir eine menge Lacher entlockt im Verlauf der Geschichte. Sein Schreibstil hat mir sehr gefallen und man hat gesehen, dass er sich einiges dabei gedacht hat. Beispielsweise hat er keinen einzigen Großbuchstaben verwendet. Anfangs war ich ein bisschen verwirrt und dachte es wären Druckfehler, aber schnell habe ich realisiert, dass es Teil der Geschichte ist. Man hatte also freien Lauf zu interpretieren, was es hiermit auf sich hat.
Für mich war es eine Art Verdeutlichung, wie gleichgültig Will das Leben sieht. Dass er mit seinen Depressionen zu kämpfen hat und weder die Energie noch Lust dazu hat, sich die Mühe zu machen, vorzutäuschen, dass das Leben mehr ist, als die Leere die er empfindet.
Auch John Greens Teil ist sehr flüssig geschrieben und sorgt für einiges an Unterhaltung. Die Energie um Tiny und auch das Drama zwischen Jane und Will, haben mich immer tiefer in den Bann gezogen.

Will und Will ist ein ziemlich guter Roman, der einiges an Unterhaltung bietet und einen trotz ernst zu nehmenden Themen nicht runterzieht. Eher das Gegenteil! Der Humor und die zahlreichen Puns erwecken eine angenehme Heiterkeit.

- Bewertung -
★★★★

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